Ausbildung
Keinen Ausbildungsplatz gefunden? Das kannst du jetzt tun
Du hast dich für mehrere Ausbildungsplätze beworben, aber bisher nur Absagen bekommen? Oder du hast noch gar keine Zusage und langsam wird die Zeit knapp? Erst einmal: Keine Panik. Eine Absage bedeutet nicht, dass du nicht gut genug bist. Es gibt viele Gründe, warum ein Unternehmen sich für jemand anderen entscheidet.
Wichtig ist jetzt, dass du nicht einfach aufgibst, sondern überlegst, welche Möglichkeiten du hast.
Bewirb dich weiter
Auch wenn du schon einige Bewerbungen verschickt hast, kannst du weiterhin nach passenden Ausbildungsplätzen suchen. Schau regelmäßig in Stellenbörsen, auf den Webseiten von Unternehmen oder direkt nach Ausbildungsbetrieben in deiner Umgebung.
Du musst dich dabei nicht nur auf einen bestimmten Betrieb konzentrieren. Vielleicht gibt es ein Unternehmen, das du bisher noch gar nicht auf dem Schirm hattest und das genau die Ausbildung anbietet, die zu dir passt.
Frag nach, warum es nicht geklappt hat
Bei einer Absage kannst du freundlich nachfragen, ob dir das Unternehmen einen Grund nennen kann. Natürlich bekommst du nicht immer eine Antwort. Wenn du aber Feedback bekommst, kannst du daraus etwas für deine nächste Bewerbung lernen.
Vielleicht war dein Lebenslauf nicht übersichtlich genug oder dein Anschreiben hat noch nicht richtig gezeigt, warum du den Beruf machen möchtest. Solche Dinge kannst du bei der nächsten Bewerbung verbessern.
Ein Praktikum kann dir helfen
Du hast bisher keine Zusage bekommen? Dann kann ein Praktikum eine gute Möglichkeit sein. Du lernst einen Beruf und ein Unternehmen kennen und sammelst gleichzeitig praktische Erfahrungen.
Außerdem kannst du zeigen, dass du zuverlässig bist und wirklich Interesse an dem Beruf hast. Manchmal ergibt sich daraus später sogar ein Ausbildungsplatz.
Es gibt auch andere Wege
Eine Ausbildung ist nicht der einzige Weg nach der Schule. Je nach deiner Situation können zum Beispiel ein Freiwilligendienst, ein weiteres Praktikum oder eine Einstiegsqualifizierung interessant sein.
Vielleicht merkst du in dieser Zeit auch, dass ein anderer Beruf viel besser zu dir passt. Das ist völlig okay. Berufsorientierung bedeutet schließlich auch, herauszufinden, was du nicht machen möchtest.
Lass dich nicht entmutigen
Wenn es mit dem Ausbildungsplatz nicht sofort klappt, heißt das nicht, dass deine berufliche Zukunft schlecht aussieht. Viele Jugendliche brauchen mehrere Bewerbungen, bevor es funktioniert.
Nutze die Zeit, um deine Bewerbungen zu verbessern, neue Berufe kennenzulernen und herauszufinden, was wirklich zu dir passt. Und vor allem: Bleib dran. Eine Absage ist kein Endpunkt, sondern kann auch der nächste Schritt auf dem Weg zu einem Ausbildungsplatz sein.
Häufige Fragen
Kann ich mich auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart noch bewerben?
Ja. Viele Betriebe besetzen freie Ausbildungsplätze auch nach dem Start im August oder September noch nach. Über die Nachvermittlung der Agentur für Arbeit und die Ausbildungsbörsen der Kammern findest du bis in den Herbst hinein offene Stellen. Sprich den Betrieb direkt an, ein späterer Einstieg ist oft möglich.
Was ist eine Einstiegsqualifizierung?
Eine Einstiegsqualifizierung (EQ) ist ein bezahltes Langzeitpraktikum von vier bis zwölf Monaten in einem Betrieb. Sie richtet sich an junge Menschen, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, und wird von der Agentur für Arbeit gefördert. Viele Betriebe übernehmen ihre EQ-Teilnehmer:innen anschließend in eine reguläre Ausbildung.
Lohnt sich ein Praktikum, wenn ich eigentlich eine Ausbildung machen will?
Ja, denn im Praktikum lernst du den Beruf und den Betrieb im Alltag kennen und sammelst Erfahrungen, die deine nächste Bewerbung stärker machen. Du kannst dort zeigen, dass du zuverlässig und motiviert bist. Nicht selten wird aus einem Praktikum später ein Ausbildungsvertrag.