Studium

Elektrotechnik studieren: Warum sich dein Studium lohnt

Eine Person im grünen Shirt steht am Schreibtisch und schaut in die Luft. Hier kreisen eine Glühbirne, ein Blitz und ein Windrad.

Wenn du dich für ein Studium der Elektro- und Informationstechnik entschieden hast, kannst du dir sicher sein: Du hast einen vielseitigen und zukunftsorientierten Bereich gewählt.

Gerade am Anfang kann das Studium allerdings erst einmal ziemlich herausfordernd sein. Die ersten Semester bestehen häufig aus Grundlagen in Mathe, Physik und Elektrotechnik. Das kann anstrengend sein, aber diese Grundlagen sind wichtig. Denn nur wenn du verstehst, warum Dinge so funktionieren, wie sie funktionieren, kannst du später neue Lösungen entwickeln und bestehende Systeme verbessern.

Elektrotechnik steckt überall

Ob Energieversorgung, Kommunikation, Sensoren, Chips, Maschinen oder digitale Systeme: Ohne Elektro- und Informationstechnik würde vieles in unserem Alltag nicht funktionieren.

Der VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) beschreibt die Elektrotechnik als einen Bereich mit vielfältigen Möglichkeiten und wichtigen Zukunftsthemen. Die sogenannte „All Electric Society“ zeigt dabei, wie unsere Welt immer stärker von elektrischer Energie und digitalen Technologien geprägt wird.

Denk zum Beispiel an große Konzerte: Bei Veranstaltungen entstehen riesige Mengen an Daten, die übertragen und verarbeitet werden müssen. Auch Windkraftanlagen, Elektroautos, intelligente Stromnetze oder moderne Medizintechnik wären ohne Elektro- und Informationstechnik kaum denkbar.

Du musst dabei natürlich nicht alles können. Genau deshalb gibt es im Studium unterschiedliche Vertiefungsrichtungen.

Energie oder Informationstechnik?

Eine Möglichkeit ist die elektrische Energietechnik. Hier beschäftigst du dich zum Beispiel mit der Erzeugung und Speicherung elektrischer Energie, mit Stromnetzen, Photovoltaik, Windkraft, Batterien oder elektrischen Motoren und Antrieben. Auch Leistungselektronik spielt eine wichtige Rolle.

Die andere große Richtung ist die Informationstechnik. Hier geht es unter anderem darum, wie Informationen übertragen und verarbeitet werden, wie Sensoren funktionieren oder wie Hard- und Software zusammenspielen.

Dabei werden auch Themen wie Künstliche Intelligenz immer wichtiger. KI-Methoden werden bereits in vielen Bereichen der Elektro- und Informationstechnik eingesetzt, zum Beispiel bei der Entwicklung intelligenter Systeme oder bei der Verarbeitung von Sensordaten.

Sammle Erfahrungen in verschiedenen Bereichen

Wenn du während deines Studiums Projekte bearbeitest, lohnt es sich, unterschiedliche Schwerpunkte auszuprobieren. Beschäftige dich zum Beispiel einmal stärker mit Hardware und ein anderes Mal mit Software. So bekommst du einen Einblick in verschiedene Bereiche und findest heraus, was dir besonders liegt.

Auch nach dem Studium stehen dir viele Wege offen. Forschung und Entwicklung sind mögliche Einstiege, aber auch Vertrieb, technische Beratung oder sogenannte Field-Application-Engineering-Jobs können spannend sein. Wenn du gerne Verantwortung übernimmst, kannst du später auch eine Führungslaufbahn einschlagen. Gleichzeitig gibt es viele Möglichkeiten, dich als Spezialist:in fachlich weiterzuentwickeln.

Der VDE zeigt ebenfalls, dass ein Studium der Elektro- und Informationstechnik gute berufliche Perspektiven bietet. Gerade weil in vielen Bereichen qualifizierte Fachkräfte gebraucht werden, kannst du mit deinem Abschluss in ganz unterschiedlichen Branchen arbeiten.

Dein Studium, deine Möglichkeiten

Du möchtest international arbeiten? Mit Elektrotechnik stehen dir viele Türen offen. Du möchtest in einem Team an neuen Technologien arbeiten? Auch dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Oder du möchtest Probleme lösen, technische Systeme verbessern und damit etwas bewegen? Dann kann Elektrotechnik genau das Richtige für dich sein.

Und noch etwas: Wenn du dein Studium erfolgreich abgeschlossen hast, kannst du abhängig von den gesetzlichen Voraussetzungen deines Bundeslandes die Berufsbezeichnung Ingenieur:in führen.

Elektro- und Informationstechnik ist also mehr als Formeln, Schaltungen und technische Grundlagen. Du bekommst damit eine breite Basis, mit der du deine berufliche Zukunft aktiv gestalten kannst.

Du bist noch unsicher, ob Elektrotechnik wirklich zu dir passt? Dann hilft dir unser Beitrag Den richtigen Studiengang finden weiter. Und wenn es konkret wird, findest du in unseren Tipps zur Studienbewerbung alles Wichtige zu Fristen und NC.

Häufige Fragen

Ist ein Elektrotechnik-Studium schwer?

Die ersten Semester sind anspruchsvoll, weil viel Mathematik, Physik und Elektrotechnik auf dem Plan stehen. Mit kontinuierlichem Lernen und Lerngruppen ist das aber gut machbar. Später zahlen sich die Grundlagen aus, wenn du eigene Lösungen entwickelst und Systeme verbesserst.

Welche Vertiefungen gibt es im Elektrotechnik-Studium?

Die zwei großen Richtungen sind die elektrische Energietechnik und die Informationstechnik. In der Energietechnik geht es um Stromnetze, Photovoltaik, Windkraft, Batterien und elektrische Antriebe. Die Informationstechnik beschäftigt sich mit Datenübertragung, Sensorik und dem Zusammenspiel von Hard- und Software, zunehmend auch mit Künstlicher Intelligenz.

Wie sind die Berufsaussichten nach dem Elektrotechnik-Studium?

Langfristig sehr gut: Elektroingenieur:innen werden in vielen Branchen gesucht, von der Energiewirtschaft über die Medizintechnik bis zur Elektromobilität. Der Berufseinstieg kann aktuell etwas länger dauern als früher. Da die Absolventenzahlen laut VDE in den kommenden Jahren sinken, bleibt die Nachfrage aber hoch.

Yannick Heubrock

Schreibt im StickTo Blog über Ausbildung, Studium und den Weg in die Arbeitswelt, damit Berufsorientierung endlich einfach wird.

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